Geschichte

Sandhof3 Sandhof3 Im Gasthof „Zum Sandhof" in der damals noch selbständigen Gemeinde Böckingen trafen sich am 16. März 1911 Wilhelm Klink und 13 Weggenossen und gründeten die „Siedelungsgenossenschaft des Bundes für soziale Betätigung Heilbronn". Die Sehnsucht nach den eigenen vier Wänden, die fehlende Möglichkeit von Staat und Kommunen Entscheidendes gegen die Wohnungsnot zu unternehmen, ließen nur eine gemeinsame wirtschaftliche Selbsthilfe als Ausweg aus der schwierigen, oftmals fast unüberwindlichen, Lage.
Die vierzehn vom „Sandhof" waren die Väter unserer heutigen GEWO.

1927 erfolgte die Umbenennung in „Gemeinnützige Siedelungsgenossenschaft Heilbronn eGmbH".

Unter nationalsozialistischer Herrschaft wurden die „Gemeinnützige Siedelungs- genossenschaft Heilbronn eGmbH", die „Kreisheimstättengenossenschaft Neckarsulm eGmbH", die „Baugenossenschaft Bad Friedrichshall eGmbH" und der „Siedlungsverein Sontheim eGmbH" zur „Kreissiedlung Heilbronn eGmbH" verschmolzen.
Die Heilbronner Genossenschaft wurde zur Übernahme bestimmt, die übrigen Genossenschaften aufgelöst. Der Firmensitz wurde in das Bläß'sche Palais verlegt.

1947 wurde mit der Reorganisation der „Kreissiedlung Heilbronn eGmbH" begonnen. Die ehemalige „Heimstättengenossenschaft Neckarsulm" schied aus der Kreissiedlung aus und wurde wieder selbständig. Die Bedürfnisse der im Krieg ebenfalls stark in Mitleidenschaft gezogenen Stadt Neckarsulm nach einer eigenen Baugenossenschaft waren Grund für diesen Austritt.

Am 1. Nov. 1952 wechselte man in die Fleiner Straße 32, genau 2 Jahre später in die Schellengasse 9. Auf 40 Mitarbeiter angewachsen, suchte die Genossenschaft nach neuen Räumen. Es wurde das Grundstück Paulinenstraße 18 in Heilbronn erworben und im Oktober 1963 mit dem Bau eines Verwaltungsgebäudes begonnen. Der Einzug erfolgte im Dezember 1964.
Parallel hierzu erfolgte die Umfirmierung von „Kreissiedlung Heilbronn" in „Gemeinnützige Wohnungsbaugenossenschaft Heilbronn eG", kurz „GEWO" genannt. Maßgeblich hierfür war, dass der im Dritten Reich aufgezwungene Name „Kreissiedlung" häufig Missverständnisse dahingehend hervorrief, die Genossenschaft maße sich behördliche Funktion an.

Das Verwaltungsgebäude in der Paulinenstraße wurde 1990 verkauft. Neue Büroräume wurden in der Urbanstraße 12 in Heilbronn zunächst angemietet.

Die Aufhebung des Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetzes zum 1. Januar 1990 hatte u. a. eine weitere Änderung der Firmenbezeichnung zur Folge.
In der Mitgliederversammlung am 5. Juli 1991 wurde eine neue Satzung beschlos- sen und die Firmierung in die heute noch gültige GEWO Wohnungsbaugenos- senschaft Heilbronn eG geändert.

GEWO Haus2 GEWO Haus2 Mit dem Kauf des gesamten Gebäudes in der Urbanstraße 12 im Januar 2005 besaß die GEWO wieder ihr eigenes Bürogebäude. Dies zeigt sich auch deutlich durch die
Bezeichnung als GEWO-Haus.

Im Jahre 2011 feiern wir das 100-jährige Bestehen der GEWO. Die wechselvolle Geschichte unserer Genossenschaft zeigt auf, dass durch umsichtiges und verantwortungsvolles Handeln auch die schwierigsten Situationen gemeistert werden können.

Gerade in kritischen wirtschaftlichen Zeiten sind Genossenschaften wie die GEWO Garant für die Wohnraumversorgung und durch ihre Investitionen für die Auftragslage der örtlichen Handwerker wichtig, ja unverzichtbar.
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